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Das Fachmagazin für Hotellerie, Gastronomie, Tourismus, Freizeit, Wellness & Beauty
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Interview

Thomas Winzer – Man muss ein Gefühl für die Wünsche der Gäste haben

20/10/2022
3 Mins read
Das familiengeführte 4-Sterne Wellness- und Kuschelhotel Winzer in St. Georgen am Attersee hat sich durch ständige Investitionen und Qualitätsverbesserungen zu einem der erfolgreichsten Pärchenhotels im deutschsprachigen Raum entwickelt. Im wellhotel-Interview lässt Thomas Winzer hinter die Kulissen seines Hauses blicken und wagt auch einen Ausblick in die Zukunft der Hotellerie.

Das familiengeführte 4-Sterne Wellness- und Kuschelhotel Winzer in St. Georgen am Attersee hat sich durch ständige Investitionen und Qualitätsverbesserungen zu einem der erfolgreichsten Pärchenhotels im deutschsprachigen Raum entwickelt. Die Paare erwartet hier eine vielfältige Spa- und Wasserwelt im größten Hotel-Spa des Salzkammerguts oder ganz privates Wellnessvergnügen zu zweit im Kuschel­zimmer mit Whirlpool. Verschiedene liebevoll gestaltete Restaurantbereiche mit mediterranem Flair verführen alle Sinne zum Genuss und bieten kuschelige Plätze für gemeinsame Gaumenfreuden bei Kerzenschein. Die Geschichte des Hotels – von der Ferienpension zum Kuschelhotel – prägen gleich drei Generationen der Gastgeberfamilie Winzer. Im Interview lässt Thomas Winzer hinter die Kulissen seines Hauses blicken und wagt auch einen Ausblick in die Zukunft der Hotellerie.

Was macht, Ihrer Meinung nach, einen guten Hotelier aus?

Thomas Winzer: Meiner Meinung nach ist das Gespür für die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste sowie der Mitarbeiter das Allerwichtigste. Eine gewisse Investitionsfreudigkeit ist ebenfalls nötig, denn wer nichts tut, den gibt es nicht lange. Man muss einfach den Markt genau im Auge behalten, um einschätzen zu können, was man mit eigenen Mitteln umsetzen kann, ohne sich in die Fänge der Banken zu begeben.

Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag aus?

Thomas Winzer: Morgens werden zuallererst die verschiedenen Bädertechniken durchgegangen und kontrolliert, dann trinke ich mit meiner Frau einen Kaffee, diese Zeit muss sein. Danach folgen die üblichen Tätigkeiten wie Büroarbeiten, Mitarbeitergespräche und dergleichen. Man hat wirklich immer etwas zu tun, teilweise mache ich auch die Reparaturen selbst oder helfe hinter der Bar aus. Man ist als Hotelier irgendwie schon das Mädchen für alles (lacht).

Sie setzen gezielt auf Paare. Wohin wird der Weg in Sachen Romantikurlaub führen?

Thomas Winzer: Bei uns ist das Wellness- und Kuschelthema in den vergangenen Jahren intensiviert worden. Gerade für Familien mit Kindern wird es immer wichtiger, dass die Eltern auch wieder mal zu zweit fortfahren. Der Trend ist absolut da, auch der Trend zu adults only wird immer stärker. Dieser wird sich in den nächsten Jahren sicher noch leicht verstärken.

Welche besonderen Angebote bieten Sie?

Thomas Winzer: In 80 Prozent unserer Zimmer sind Whirlpools und Whirlwannen eingebaut. Ich kenne kein anderes Hotel mit einer derartigen Ausstattung. Auch hier haben wir unser Ohr nahe an den Gästewünschen gehabt, sehr viele haben uns in diesem Weg bestärkt. Im Hotel Winzer wollen wir Zweisamkeit leben und unseren Gästen den persönlichen Genuss und Luxus garantieren.

Wie soll Ihr Hotel in zehn Jahren aussehen?

Thomas Winzer: Auf zehn Jahre trauen wir uns in Zeiten wie diesen schon gar nicht mehr vorauszudenken. Es geht vor allem um die Handlebarkeit, die Jugend soll später das Hotel führen können, ohne große Probleme zu haben. Ich glaube, dass man heute so umdenken muss. Was ich mir in zehn Jahren allerdings schon wünschen würde, dass das Haus voll ökologisch beheizt und energieautark ist.

Ihr schönster Platz, um Urlaub zu machen?

Thomas Winzer: Für meine Frau und mich in einem familiengeführten Wellnesshotel in Österreich, Südtirol oder dem bayerischen Raum.

Was würden Sie durchsetzen, wenn sie Tourismus-Minister wären?

Thomas Winzer: Die Verdienstmöglichkeiten für die Mitarbeiter müssen flexibler gestaltet werden. Wer mehr verdienen will, soll das auch können. Überstunden darf der Staat nicht so hoch besteuern, das wäre aber für alle Branchen gut. Außerdem sollten Asylwerber einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Wer in Österreich ein Aufenthaltsrecht hat, sollte natürlich auch in Österreich arbeiten dürfen. Ganz wichtig ist, dass die Lehre wieder einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert erhält, diesen hätte sie sich auch absolut verdient. Als Tourismus-Minister gäbe es also genug zu tun.

Das beste Hotel der Welt aus Ihrer Sicht?   

Thomas Winzer: Ich kann nur meine Empfindungen weitergeben, wo ich auch schon geurlaubt habe: Das Amonti & Lunaris im Ahrntal und der Quellenhof in St. Martin in Passeier – in diesen Häusern sind Ausstattung und Atmosphäre auf höchstem Niveau.

Praktizieren Sie selbst Wellness? 

Thomas Winzer: Wenn wir im Urlaub sind, dann ja. Zuhause nicht.


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