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Hotelpräsentationen

Monastero Arx Vivendi – Architektonisches Feingefühl trifft auf Lebenskunst

27/03/2022
5 Mins read
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| Renovierung und Umbau eines ehemaligen Klosters zum Hotel mit öffentlichen Bereichen sowie 38 Zimmern und 2 Suiten |

| 500 m² Wellness mit Entspannungsbereichen, Behandlungsräumen, Saunen, Wellnesspfad mit Dampfbad und beheiztem Außenpool – 7 Glaskörper im Klostergarten inspiriert von Zitronengewächshäusern |

| Planung: noa* network of architecture, 
  Bozen, Berlin, Turin |

Fakten ▾

Fakten ▴

| Lage zwischen Bergen und Palmen in der mild-klimatischen Stadt Arco |

| Nur eine malerische, 20-minütige Radtour vom Gardasee entfernt |

| Ars Vivendi – hinter dicken Klostermauern aus Stein wartet unbeschwerter Lebensgenuss | 

| Zimmer und Suiten mit Raumhöhen von bis zu fünf Metern, Traumblick oder auch eigener Sauna |

| Krosses Brot, mediterrane Marmeladen und à la minute Frühstücksgerichte von der Frühstücksköchin | 

| Lokalempfehlungen für abwechslungsreiches Pranzo e Cena | 

| Salus per Aquam – das Ritual im Hammam reinigt Körper und Geist |

Sinnliches ▾

Sinnliches ▴


Die monumentalen Räume eines Klosters aus dem siebzehnten Jahrhundert erwachen in Arco, im nördlichen Teil des Gardasees, zu neuem Leben. Das Projekt von noa* verwandelt sie in ein Hotel, das den Charme der alten Architektur und die ruhige, meditative Atmosphäre bewahrt. Im Garten des neuen Hotels Monastero Arx Vivendi der Gastgeber Stephanie Happacher und Manuel Mutschlechner befindet sich das Spa – ein Neubau, der sich an die ländliche Bebauung der Region anlehnt. 

Die monumentale Kraft und die spirituelle Dimension eines alten Klosters wiederentdecken und sie zu den kennzeichnenden Merkmalen einer einzigartigen und faszinierenden Hotelstruktur machen: Das war das Ziel, das noa* bei seinem Renovierungsprojekt für das Monastero delle Serve di Maria Addolorata im Zentrum von Arco, am nördlichen Ende des Gardasees, vor Augen hatte. Es handelt sich dabei um einen imposanten Komplex, der in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts gebaut wurde, umgeben von einer hohen Mauer und eingebettet in einen großen Garten. Der Umbau, der nur den Südflügel des Gebäudes betraf – der verbleibende Teil beherbergt eine Kirche und einen Klausurbereich – wurde ab 2020 in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege von Trient durchgeführt.

„Die Erhabenheit und Strenge der Architektur, die langen Gänge, die gewölbten Decken – all das trägt zum zeitlosen Charakter dieser Räumlichkeiten bei“, sagt Francesco Padovan, Architekt bei noa*, der das Architekturprojekt betreute.

| (Wieder-)Geburt | 

Das heutige Monas­tero Arx Vivendi – so lautet der Name des Hotels – bietet mit seinen 40 Zimmern, darunter zwei Suiten, Gastfreundschaft in Harmonie mit der Landschaft. Die klassische Typologie des Klosters und die ursprüngliche Anlage der Innenräume wurde beibehalten, die geometrische Strenge in den neuen Körpern übernommen. Und nicht nur das. Die Landschaft und der landwirtschaftliche Kontext spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie wirkten als Inspiration für die leichten Glasgebäude des Wellnessbereichs.

| Ehrwürdige Gemäuer, neue Nutzung | 

Vollständig von der sieben Meter hohen Mauer umgeben, erstreckt sich das Kloster im Inneren auf drei Ebenen. „Es überrascht, wie unterschiedlich die Räumlichkeiten auf jeder Ebene sind. Von konzentrischen Räumen im Erdgeschoss über einen majestätischen Korridor im ersten Stock bis hin zu dem mit Holzbalken verkleideten Dachgeschoss. Aufbauend auf dieser Vielfalt von Umgebungen haben wir Lösungen entwickelt, welche die verschiedenen Designs nicht verändern, sondern deren Charme und Originalität verstärken“, sagt Architekt Padovan. 

So wurde etwa das Erdgeschoss durch Hervorheben der vorhandenen Wege gestaltet: Entlang der zentralen Achse befinden sich die Rezeption, der Frühstücksraum und ein Lesezimmer beziehungsweise eine Lounge, allesamt mit wunderschönen Kreuzgewölben und durch einen langen Korridor verbunden und umschlossen. Ebenso im Erdgeschoss liegen die Bar und die Küche. Auch eine Suite mit Blick auf einen privaten Garten ist hier entstanden. In den öffentlichen Räumen im Erdgeschoss wurden Gipsdecken und -dekorationen erhalten und restauriert. Weiß, Grau und Schwarz – die alten Farben des Klosters – dominieren. Die Fußböden wurden nach dem Vorbild der Original-Terrazzoböden verwirklicht. Im vom Haupteingang zum Innengarten führenden Korridor blieb der ursprüngliche Cottoboden erhalten. 

Der Empfangsbereich verfügt über einen granitverkleideten Steintresen, der von reduzierten Hängelampen beleuchtet wird. Rundherum eine leichte Präsenz von schmiedeeisernen Sesseln. Der große Frühstücksraum ist ebenso klar gehalten, dominiert von einem zentralen Langtisch, der an ein altes Refektorium erinnert. Im Bar- und Buffetbereich wurden ein alter Brunnen und ein restaurierter Kamin als Buffetinsel umfunktioniert.

Im ersten Geschoss gibt es einen Szenenwechsel: Ein imposanter, zentraler Korridor erstreckt sich über eine Länge von fast 50 Metern, hervorgehoben durch bestehende Deckenbalken. Die ehemaligen, an den Seiten angeordneten Klosterzellen wurden paarweise zusammengeführt, um Räume mit einer Fläche von 22 bis 30 m² zu schaffen. Ihre alten, hellen Holztüren blieben bewahrt, um die Szenografie des von Eingängen durchbrochenen Korridors zu erhalten. In jedem Zimmer beherbergt nun eine „Zelle“ den Schlafbereich, während die zweite zum Badezimmer umfunktioniert wurde. Von dieser Ebene aus erreicht man auch die zweite der Suiten. Alle Zimmer folgen einem strengen Design, auch in der Materialwahl: handgehobelte Eichenböden im Schlafbereich und Fliesen mit Natureffekt im Badezimmer. Für die Einrichtung wurde durchgängig Schwarz gewählt, als Kontrast zu den Grautönen der Räume. Alles ist maßgefertigt, selbst die Betten mit Metallbaldachin und Einsätzen aus Schwarz-Eiche.

Im monumentalen Dachboden sind unter eindrucksvollen, restaurierten Dachstühlen zwei weitere Zimmerreihen entstanden, die sich ebenso zu einem langen Korridor hin öffnen. Am Dachfirst entlang verläuft eine Verglasung, die auch die Zimmer mit Oberlicht durchflutet. Ihr Stil gleicht jenem des ersten Geschosses, setzt allerdings moderne Akzente: zartere Farbtöne, Polsterbetten für akustischen Komfort und Keramiklampen.

| Salus per Aquam | 

Im Klostergarten wurde der neue Wellnessbereich erbaut: sieben leichte Körper aus Glas und Metall. Entlang einer steinernen Säulenreihe ergibt sich ein Wechselspiel von vorrückenden und zurückweichenden Volumen, aus gläsernen Körpern und begrünten Innenhöfen. Das zentrale Verbindungsrückgrat – eine Reihe von mit Vicenza-Stein verkleidete Säulen und ein horizontaler Architrav aus sandgestrahltem Beton – erinnert an die steinerne Pilasterreihe an der Ostseite des Klosters. 

„Bei der Gestaltung dieses Bereichs wollten wir uns nicht so sehr auf das Kloster beziehen, das als architektonische Referenz zu ‚wichtig‘ ist, sondern auf die umliegende ländliche Bebauung. Deshalb wurden sehr einfache Elemente verwendet, mit einer starken strukturellen Klarheit: Die leichten, mit Pfosten und Riegeln versehenen Metallrahmen sind von den Zitronengewächshäusern inspiriert, die für die Landschaft am Gardasee charakteristisch sind“, sagt Architekt Padovan. 

Im Innenbereich umfasst der Wellnessbereich einen ersten Entspannungsbereich mit Liegen, einen Behandlungsbereich und einen zweiten Entspannungsbereich mit Blick auf den dunkelblauen „Biolago“. Es folgen ein offen überdachter Entspannungsbereich mit Blick auf die begrünten Höfe, die Saunen und ein Wellnessparcours rund um einen großen beheizten Stein. 

Wärme und Ruhe erhalten die Räume im Wellnessbereich durch die gewählten Materialien und Einrichtungsgegenstände in warmen Farben von gebleichter Eiche, Stoffen mit Leinen-Effekt und Baumwolle. Alles ist auf Entspannung und Ruhe ausgelegt: von den gefrästen Holzpaneelen, die das stilisierte Design des Granatapfels als Symbol des Klosters aufnehmen, über die wie Schaukeln hängenden Liegebetten, bis zu den zur Meditation einladenden Bänken der Biosauna, die den ursprünglichen Zweck dieses Ortes in Erinnerung rufen – das Gebet.


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Monastero Arx Vivendi
Stephanie Happacher & Manuel Mutschlechner 
Via Mantova 13
I-38062 Arco 
+39 0464 748059

www.monastero-arxvivendi.com


Text: Laura Ragazzola / Eva Huter   Fotos: Alex Filz / Andrea Dal Negro (Drohne) 

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