Seit Jahrhunderten begleitet Der Stern am Mieminger Sonnenplateau seine Gäste – als Wirtshaus, als Familienhotel, als Ort gelebter Tiroler Gastfreundschaft. Und seit jeher erfindet er sich dabei immer wieder neu. Nun hat das Traditionshaus in Obsteig seinem Erdgeschoss ein frisches Herz geschenkt: es schlägt heller, weiter, offener – und ist dennoch ganz der Stern geblieben.

Mit 1200 m2 umgebauter Fläche, 122 sanierten oder erneuerten Fenstern in den Lärchenzimmern, 700 Beteiligten und einer Bauzeit von nur 132 Tagen (sechs Wochen im Herbst 2023 und drei Monate im Herbst 2024) ist ein außergewöhnliches Projekt entstanden. Unter der Planung von Architekt Radek Hala, der das Haus seit 19 Jahren begleitet, wurde der Stern nicht neu erfunden, sondern konsequent weitergedacht.
Schon der Weg ins Innere erzählt von der neuen Haltung: Gepflasterte Pfade führen an heimischen Pflanzen und einem Biotop vorbei. Das neue Holz-Entree empfängt Gäste wie ein freundliches Nicken – eine Verbindung aus Zeitgeist, Bergleben und dem Stern’schen Verständnis von echtem Miteinander. Drinnen öffnet sich ein Raum, der sofort Geborgenheit vermittelt: ein großes Wohnzimmer, in dem gelacht, gespielt, gelesen oder einfach gemeinsam die Zeit genossen wird. Es gibt gemütliche Winkel, eine Lümmelecke, eine große Lärchentafel und eine kleine Bibliothek – ein Ort, der zum Bleiben einlädt. Die neue Welcome-Bar ist sein pulsierendes Zentrum. Hier wird „ghuangartet“, gelacht, erzählt, probiert – und genau hier spürt man die Freude der Gastgeberfamilie Föger, Menschen willkommen zu heißen.

Die traditionellen Wirtshausstuben wurden behutsam modernisiert: technisch erneuert, atmosphärisch veredelt und so vorbereitet auf die nächsten hundert Jahre. Naturmaterialien, ruhige Akustik und stimmige Farben schaffen Wärme und Behaglichkeit, ohne den Charakter der alten Holzvertäfelungen zu überdecken. Jede Stube hat ihren eigenen Ausdruck – manche erzählen Geschichten aus Jahrhunderten, andere öffnen den Blick in den Garten oder in die neue Veranda, die Licht, Weite und Natur hereinholt.

Im neuen Herzstück des Sterns greifen Funktionen ineinander, fließen Übergänge bewusst sanft: Wohnzimmer, Rezeption, Welcome-Bar, Stuben, Buffet und Veranda bilden ein lebendiges Ganzes.
„Architektur kann Begegnung fördern, indem sie Menschen zusammenführt, ohne sie zu zwingen. Der Raum muss Offenheit zulassen, aber auch Rückzug ermöglichen.“
Architekt Radek Hala
Genau das gelingt im Stern: Räume, die Orientierung geben, ganz ohne Beschilderung. Orte, die einladend sind – nicht inszeniert. Ein Miteinander, das sich natürlich ergibt. Wichtig waren Licht, Akustik, Haptik und ein empathisches Raumklima. Die Seele zu bewahren bedeutete, den Bestand nicht zu kopieren, sondern ihn weiterzuerzählen: Holz, Stein, alte Elemente – sie alle kehren an neuen Plätzen zurück und werden so zu einem Teil des modernen Sterns.
Parallel zur Neugestaltung des Erdgeschosses wurden auch die Lärchenzimmer modernisiert. 122 neue oder sanierte Fensterflächen holen die Mieminger Berge näher in den Raum, lassen mehr Licht einfallen und machen den Aufenthalt noch intensiver.

Seit 118 Jahren führt die Familie Föger den Stern als nachhaltiges Wirtshaus und Familienhotel. Das neue Herzstück ist kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern ihre natürliche Weiterentwicklung: ein Raum, der Nähe schafft – zwischen Menschen, Generationen, Ideen. Man spürt es: Der Stern hat sich gewandelt – und ist doch ganz der Alte geblieben. Heller, offener, zeitgemäßer. Und mehr denn je ein Ort, an dem man gerne zusammenkommt.

Der Stern
Das nachhaltige Wirtshaus und Familienhotel seit 1509
Familie Föger
Unterstrass 253
A-6416 Obsteig
tel: +43 5264 8101



